Die Cross Country
Season ist jetzt schon eine Weile vorbei und ich muss sagen, auch wenn ich es
nicht gedacht haette, ich vermisse es irgendwie! Aber alles von Anfang an:
Nach 1-2 Wochen
in der Schule habe ich gemerkt, dass ich 1. Leute treffen will und 2. Bewegung als Ausgleich bei dem Essen hier brauche! Da ich in Deutschland mehr oder weniger haeufig
joggen war, dachte ich mir, dass ich Cross Country ausprobieren will. Also
musste ich zum Arzt um mir ein Attest zu holen und eine Menge Geld bezahlen,
dass ich Schulsport machen kann! Dafuer kann ich jetzt das ganze Jahr ueber
machen auf was auch immer ich Lust habe. Dazu muss ich sagen, dass man hier immer ca 3 Monate einen Sport macht, dafuer dann exzessiv und jeden Tag.
Und dann ging es
los mit dem Training, was erst mal richtig hart war! Ich bin ziemlich spaet dem
Team beigetreten, die meisten waren also
schon auftrainiert, und dann jeden Tag wenigstens 4 Meilen rennen…! Das war mir
auch nicht so bewusst, dass Cross Country Langstrecke ist. Aber ich hab mich
dann relativ schnell dran gewoehnt und es war einfach ein gutes Gefuehl, jeden
Tag erst spaet nach Hause zu kommen, da man etwas aktiv gemacht hat.
Nach etwa einer
Woche hatte ich dann schon mein erstes Meet, was mich auch noch mal ziemlich
fertig gemacht hat. Meet bedeutet ein 5k Race,
das heisst 5 Kilometer rennen, bergauf und bergab, ueber Wiesen und
Sand. Das wirklich motivierende waren die ganzen Eltern und Teamkameraden, die
wie verrueckt aber stolz ihre Kinder bzw Kollegen anschreien um sie zu motivieren. Sogar Leute von anderen Teams versuchen einen zu motivieren. An dem
Punkt spuert man richtig, wie wichtig Sport hier ist!
Nach einer Weile wurde
das ganze Rennen dann aber doch ein wenig zu viel fuer mich, da ich einfach
ueberanstrengt war. Mein Knoechel hat angefangen zu streiken und ich hab
koerperlich gemerkt, das ich das ganze nicht gewoehnt war und eine Pause
einlegen musste. Zum Glueck gibt es an meiner Schule ein Athletic Office, wo
nachmittags immer Athletic Coaches da sind, die einem bei Verletzungen helfen und Eis
geben. (Dort war immer viel los, was auch nochmal ziemlich viel ueber den amerikanischen Sportsgeist aussagt!). Nach einer Weile bin ich dann immer mal wieder zum Training, schliesslich bin ich in
der letzten Woche dann nochmal aktiv hin um mich auf das letzte Rennen
vorzubereiten. Und das war mit Abstand das beste Rennen, es war schon ziemlich
kalt, aber das war total okay und es hat sich einfach super angefuehlt diese
5km zu rennen.
Diese Woche hatten
wir abschliessend noch ein Cross Country Banquet, was unser letztes Treffen als
Team war. Man hat sich schick angezogen und dann haben wir uns alle mit Familien
in der Schule getroffen. Jeder hat was zum Essen mitgebracht, sodass wir ein
Buffet hatten und dann konnten die stolzen Eltern stundenlange Reden halten wie
stolz sie auf ihre Kinder seien und so ein wenig Team Spirit fuer alle verteilen. Obwohl
das dann doch schnell langweilig wurde war es nochmal ein interessantes Erlebnis... Und schliesslich habe ich auch noch eine Urkunde, die meine Teilnahme
an der Cross Country Season 14/15 bestaetigt, bekommen :D
Letztendlich hat
es sich gelohnt ins Cross Country Team zu gehen; ich habe Leute kennengelernt
und kann nun sagen, dass ich schon einen High School Sport gemacht habe. Kann
ich jedem nur empfehlen. Und im Fruehjahr geht’s dann weiter mit Track! :)
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